Eröffnung zweier Ausstellungen im Kramer-Museum
Zum Ausdruck gebracht - expressionistische Grafik: In einer Welt voller politischer Umwälzungen und gesellschaftlicher Unsicherheiten suchten Künstlergruppen sowie Individuen in jener Zeit nach einem neuen Ausdruck. So spiegelte sich in ihren Werken das enorme Spektrum an Themen wider: Großstadtleben und Provinz, Einsamkeit und rauschendes Nachtleben, Zwang und Freiheit, soziale Nöte und Dekadenz, Gottesglaube, Krieg und Untergang sind die Extreme, aus dem der Expressionismus starke Impulse empfing
Mit rund vierzig Leihgaben aus der graphischen Sammlung des Märkischen Museums Witten von Max Beckmann, Otto Dix, Käthe Kollwitz, Erich Heckel, Otto Müller u.a. gibt das Städtische Kramer-Museum einen Einblick in diese Zeit der Gegensätze und Umbrüche. Eine öffentli che Führung findet am 9. Februar von15 bis 17 Uhr statt, eine weitere am 23. März von 13 bis 15 Uhr.
Sub lege libertas, „nur unter dem Schutz des Gesetzes gibt es Freiheit“ – Felix Droese verhandelt in seiner Kunst gesellschaftliche Fragen und fordert sein Publikum politisch unkorrekt heraus.
Hierzu verwendet er unter anderem vorgefundenes Material, verfremdet, verformt, übermalt und überzeichnet es zu bildhauerischen und grafischen Arbeiten. Mit den erstmals unter dem „Auge Gottes“ in der Klosterpforte des Franziskanerklosters gezeigten Collagen, Drucken und Skulpturen führt Droese die Betrachtenden in eine kritische Auseinandersetzung mit nationalen und historischen Identitäten, Grenzen und Territorien.
Beide Ausstellungen sind kostenlos zu besuchen. Bitte schauen Sie im Netz nach den Öffnungszeiten, da es im Moment zu personellen Ausfällen an der Museumskasse kommt.