Fritz-Wingen-Platz in Holpe eingeweiht

Aus  Anlass der Platzbenennung und Aufstellung eines Gedenksteins war extra eine Delegation aus Kempen, bestehend aus der Leiterin des Kulturamts Dr. Elisabeth Friese, der Vereinsvorsitzenden Dr. Ina Germes-Dohmen und ihrem Ehemann angereist.

Fast ganz Holpe war auf den Beinen, als der Platz in einem festlichen Rahmen eröffnet wurde. Nach einführendem Musikvortrag des Musikkreies Holpe wurde der Gedenkstein, ein früherer Grabstein, durch den Heimatverein Holpe, der sich sehr für die Platzbenennung eingesetzt hatte,  enthüllt. Nach der Ansprache des Bürgermeisters Bukowski stellten Grundschülerinnen der Amitola-Grundschule eine "Expertenarbeit" zu Leben und Kunst Fritz Wingens vor, die zeigte, dass sich die Kinder sehr eingehend mit dem Künstler beschäftigt hatten.

 

Beim abendlichen Festkonzert in der voll besetzten katholischen Kirche  hielt Dr. Friese einen Lichtbildvortrag und gab Einblicke in das Leben und die Kunstwerke Fritz Wingens. Das breite Schaffen Wingens, vele - auch oft verlorene -  Kunstwerke und Wingens unbequeme Gradlinigkeit als gläubiger Katholik und Gegener der Nationalsozialsiten  beeindruckten die Zuhörerschaft sehr. Frtz Wingen - das wissen viele nicht - war auch Komponist. In Holpe wurde auch zum ersten Mal das "Regina coeli laetare" Fritz Wingens aufgeführt, das der Kirchenchor Cäcilia  und Mitglieder des Vokalensembles A Capella Köln sangen.  Dr. Friese zeigte sich hiervon sehr begeistert, hatte sie zwar eine Partitur des Regina coeli in Händen, aber das Stück noch nie gehört. Ein berührender Tag, der dem verfolgten und ermordeten Fritz Wingen in seiner Vaterstadt würdig gedacht wurde.

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