Wir haben Geburtstag! Der KGMV wird 130 Jahre!

Der heutige Vorstand des Geschichts- und Museumsvereins

 

Diese fünf luden zu einer Gründungsversammlung ein, zu der 26 Personen erschienen.  Zum ersten Vorsitzender wurde Hubert Kirfel, Leiter der Taubstummenanstalt, gewählt, der sich auch um den Statutenentwurf beonders gekümmert hatte. Eng verbunden war der Kunst- und Altertumsverein mit dem Restaurator Konrad Kramer, der wohl auch der Impulsgeber für die Vereinsgründung war.  Unter dem heutigen Namen fungiert der Verein erst seit knapp 40 Jahren, 1980 wurde er als Kempener Geschichts- und Museumsverein ins Vereinsregister eingetragen.

Unser Verein hat im Jubiläumsjahr ca. 370 Mitglieder. Das Vereinsprogramm bietet seinen Mitgliedern, aber auch jedem Interessierten Fahrten zu Kunst- und Geschichtsausstellungen oder interessanten Städten und sechs bis acht Vorträge im Jahr, deren thematische Schwerpunkte bei der Geschichte, Kunst und Kunstgeschichte liegen. Durchschnittlich organisiert der Verein im Jahr 16 bis 18 Veranstaltungen, das ist eine beachtliche Anzahl, wenn man bedenkt, dass die gesamte Organisation und Durchführung beim ehrenamtlich agierenden Vorstand liegt. Ganz wichtig im Vereinsjahr ist dem Vorstand die Gedenkstunde zum Jahrestag der Reichspogromnacht, die immer am 9. November am Mahnmal an der ehemaligen Kempener Synagoge stattfindet. Sie richtet der Verein seit mehr als 15 Jahren aus.
Wie schon 1889 Conrad Kramer der Ankauf von Kunstgegenständen für „seine“ Sammlung durch den Verein wichtig war, so versucht der Kempener Geschichts- und Museumsverein bis heute, das Städtische Kramer-Museum und das Stadtarchiv durch Spenden zu unterstützen, seien dies nun Zuschüsse zu Kinderferienaktionen, zur Konservierung Kempener Urkunden oder aber durch den Ankauf von Objekten, die plötzlich auf dem Kunstmarkt auftauchen und für die im städtischen Etat keine Gelder bereit gestellt sind. So geschehen 2017 mit Messkännchen des Kempener Goldschmiedes Johann Leonard Heinen, die der Verein für das Kramer Museum ersteigerte. Und auch für Restaurierung der plötzlich wieder aufgetauchten Altarfiguren von St. Mariae Geburt gab es einen Zuschuss von Seiten des Geschichts- und Museumsvereins.

Über den Verein und vor allem die ersten Jahre und Jahrzehnte hat Dr. Michael Habersack, Leiter des Kreis- und Stadtarchivs und Beisitzer des Geschichts- und Museumsvereins, im neuen Heimatbuch einen interessanten und kundigen Beitrag geschrieben, passend zum jetzt anstehenden Vereinsjubiläum.  Auch aus diesem Grund ist der Kauf des Heimatbuches wärmstens zu empfehlen.

Weitere größere Aktivitäten sind anlässlich des Jubiläums nicht geplant. „Natürlich werden wir bei der Jahreshauptversammlung im Januar mit unseren Mitgliedern mit einem Glas Sekt auf unser Jubiläum anstoßen“, so  Vorsitzende Dr. Ina Germes-Dohmen. Am Jubiläumstag selbst wird  sich der Vorstand des Vereins zur Vorstandsitzung treffen und das kommende Vereinsjahr planen. Aber sonst sei 130 je eher eine krumme Zahl und nicht der Anlass für ein großes Fest.  Das werde sicher beim 150-Jährigen in 20 Jahren gefeiert werden, aber was dann genau passiert, darüber können sich unsere Nachfolger Gedanken machen. “Aber ich werde dann hoffentlich noch mitfeiern!“, schmunzelt Germes-Dohmen.

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