Abendfahrt nach Köln zur Ausstellung "Ins Weite - Aspekte jüdischen Lebens in Deutschland" im Kolumba Kunstmuseum

Mit Kunstwerken der Kolumba-Sammlung werden die angesprochenen Themen um eine existentielle und emotionale Erfahrung bereichert. Denn im Unterschied zu den an ihre Faktizität gebundenen Dingen werden wir mit den Werken der »freien Kunst« jenen Anteil von Geschichte ansprechen, über den man nicht als Faktum berichten kann; mithin das nicht Benennbare, das Geglaubte und nur Träumbare, das vage Aufscheinende und das Unvorstellbare. In einem besonderen Raum wird mit der vollständig erhaltenen Genisa der ehemaligen Synagoge aus Niederzissen, die als dritter Partner im Projekt ist, einer der eindrücklichsten Funde zur jüdischen Kultur in Deutschland ein ganzes Jahr lang in Kolumba präsent sein. In der ungewohnten Verbindung von historischer und ästhetisch /künstlerischer Annäherung ist die Kooperation ein Experiment. Die Ausstellung geht das Wagnis ein, im Spannungsfeld von Geschichte und Ästhetik die Perspektive auf jüdisches Leben in Deutschland neu zu fokussieren. In Zeiten wachsender Intoleranz und antisemitischer Anfeindungen will die Ausstellung Aspekte des jüdischen Lebens, Geschichte und Kultur vergegenwärtigen. Der Blick in die Weite schafft so Nähe.“

Da das Kolumba für größere Gruppen nur zu bestimmten Zeiten eine Führung anbietet, haben wir uns entschieden, exklusiv für Mitglieder zwei Abendführungen anzubieten, die Gruppen dürfen – nach momentanem Stand der Dinge – nur 10 Personen umfassen. Deshalb ist die Teilnehmerzahl begrenzt. Stand Dezember 2021 gilt für den Museumsbesuch die 2G-Regel, bitte halten Sie Ihren Nachweis bereit. Mund-Nasenschutz ist vorgeschrieben (medizinische oder FFP2-Maske). Bitte schauen Sie vor dem Besuch wegen möglicher Änderungen auf unsere Homepage.

Die Ausstellung im Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln, wurde als „historisch-ästhetische Annäherung“ schon im September 2021 eröffnet, wir besuchen sie terminbedingt erst im April 2022. Sie wurde als Gemeinschaftsprojekt des Erzbistums und von MiQua. LVR-Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln, konzipiert. Die verantwortlichen bewerben sie folgendermaßen.

„Im Jahr 321 erließ der römische Kaiser Konstantin ein Gesetz, das es den Städten erlaubt, auch Juden in den Rat zu berufen. Dieses an die Kölner Kurie adressierte Schreiben, das uns in seiner ältesten erhaltenen Abschrift als Leihgabe der Biblioteca Vaticana zugesagt wurde, ist die früheste schriftliche Quelle zur Existenz von Jüdinnen und Juden nördlich der Alpen. Somit kann jüdisches Leben in Deutschland auf eine mindestens 1700-jährige Geschichte zurückblicken. Sie wird im Rahmen eines bundesweiten Festjahres mit zahlreichen Veranstaltungen gewürdigt. – Geschichte selbst kann man nicht ausstellen. Wohl aber kann man anhand von erhaltenen Dingen Geschichten erzählen. Mit einer Auswahl von etwa 100 internationalen Leihgaben, die zu einem Teil über die Dauer des Jahres wechseln werden, zeigen wir Objekte, die über jüdisches Leben in Vergangenheit und Gegenwart facettenreich berichten.

Abendfahrt, Samstag, 2. April

Leitung: Dr. Ina Germes-Dohmen
Tel.: 0 21 52 - 51 96 13 oder 0172 - 77 58 259

Abfahrt: 15.45 Uhr
Rückkehr: ca. 20.45 Uhr

Kosten für Fahrt, Eintritt und Führung: 39 €

Anmeldeschluss: 24. März

Änderungen vorbehalten!

[zurück]