"Der Index der verbotenen Bücher (1559-1966) zwischen Absicht und Wirklichkeit"

„Es ist eine alte Erfahrung der aktengestützten Zensurforschung, dass Zensur ineffektiv, chaotisch, vielsträhnig und in sich zerstritten zu funktionieren bzw. nicht zu funktionieren scheint“  – so der Leipziger Buchwissenschaftler Siegfried Lokatis. Seit der Öffnung des Archivs der Römischen Inquisition und der Indexkongregation im Jahr 1998 hat die Forschung diesen auf die Zeitgeschichte gemünzten Eindruck zumindest in Teilen auch für die jahrhundertelangen Bemühungen der kirchlichen Glaubens- und Sittenwächter bestätigen können. Dennoch hat auch die römische Zensur Wirkungen bis weit ins 20. Jahrhundert hinein erzielt, die exemplarisch vorgestellt werden sollen.

Prof. Dr. Claus Arnold ist Kirchenhistoriker an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er hat sich in seinen Forschungen u.a. mit der theologischen Zensur im 16. und im frühen 20. Jahrhundert beschäftigt.

ACHTUNG: Den Link zur Teilnahme an der Videokonferenz finden Sie ab dem 14. Februar auf der Homepage des KGMV:
https://www.kgmv.org/aktuelles/veranstaltungen.html.

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