FÄLLT AUS: Fahrt zur Ausstellung van Eyck im Museum der schönen Künste, Gent

Genter Altar
Jan und Hubert van Eyck, Genter Altar, 1432

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Als Maler des burgundischen Herzogs Philipp des Guten (1396–1467), der für den extravaganten Hof und die wohlhabenden Bewohner von Städten wie Brügge und Gent arbeitete, stellte Jan van Eyck (ca. 1390–1441) seine Zeitgenossen weit in den Schatten. Mit seiner beispiellosen Technik, seinen wissenschaftlichen Kenntnissen und seiner unvergleichlichen Beobachtungsgabe führte van Eyck die Ölmalerei zu neuen Höhen; sein Werk war für die abendländische Malerei wegweisend.

Nie zuvor hatte ein Maler die Realität so greifbar gemacht, mit Porträts, in denen nur der Atem fehlt, und Landschaften, die die Welt in all ihren Facetten zeigen. Es ist dieser Blick, diese „optische Revolution“, die das MSK in seiner Ausstellung in den Vordergrund rückt und van Eycks größten Zeitgenossen gegenüberstellt.

Weltweit sind nur etwa zwanzig Werke von Jan van Eyck erhalten, und einige von ihnen sind zu empfindlich, um ihren Aufbewahrungsort verlassen zu können.  Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die acht restaurierten Außenflügel des Genter Altars. Nur äußerst selten verleiht die St.-Bavo-Kathedrale in Gent diese Meisterwerke: Zuletzt 1902 wurden einzelne Tafeln in einer Ausstellung gezeigt, und damals waren es „nur“ zwei (nämlich die Tafeln mit Adam und Eva).

Nie zuvor wurden alle acht Außenflügel außerhalb der Kathedrale in einer Ausstellung mit anderen Arbeiten von van Eyck oder seinen Zeitgenossen zusammengeführt. Darüber hinaus werden die Tafeln die Kathedrale nach 2020 nicht mehr verlassen, sodass die Ausstellung im MSK die buchstäblich einzige und letzte Chance ist, sie in einem größeren Zusammenhang zu betrachten.

Doch es gibt noch mehr, was diese Ausstellung einzigartig macht. Zu den ausgestellten Werken zählen also bereits neun Tafelbilder von van Eyck sowie ein illuminiertes Stundenbuch. Die Werke stammen aus Sammlungen in Belgien, Deutschland, Spanien, Italien, Rumänien und den USA. Noch nie zuvor gab es so viel van Eyck an einem Ort zu sehen.

Um Jan van Eycks optische Revolution greifbar zu machen, stellt das MSK seinen Werken die Kunst seiner talentiertesten Zeitgenossen gegenüber. Die Ausstellung bringt mehr als hundert Gemälde, Miniaturen, Skulpturen und Zeichnungen aus dem Spätmittelalter zusammen. Sie möchte den Besuchern ein Gefühl der Bewunderung vermitteln, das mit dem vergleichbar ist, was van Eycks Zeitgenossen erlebten, als sie seine Kunst zum ersten Mal sahen.

MSK Gent

Geplant ist die Ankunft in Gent gegen 11.30 Uhr. Bis zum Treffen im Museum um 13.30 Uhr ist Zeit zur freien Verfügung. Vor dem Ausstellungsbesuch mit Audioguide erhalten wir eine halbstündige deutschsprachige Einführung im Auditorium des Museums. Die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Dauerausstellung; ein erneuter Eintritt in die Jan van Eyck-Ausstellung ist dagegen nicht möglich. Rückfahrt ist um 16.30 Uhr.

Leitung: Dr. Michael Habersack
Telefon:02162/392021

Kosten für Fahrt, Eintritt und Einführung:
Mitglieder 49,00 €
Nichtmitglieder 55,00 €

Anmeldeschluß: 14.März 2020

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