Ausstellung Vergiss deinen Namen nicht! Die Kinder von Auschwitz

Kinder von Auschwitz
Alwin Meyer las in der vollen Christ König- Kirche. Foto: KGMV

Der Sachbuchautor Alwin Meyer, der auch verantwortlich für die Ausstellung zeichnet, ist seit mehreren Jahrzehnten auf der Spurensuche nach den Kindern von Auschwitz. Ihre Geschichte ist der dunkelste Fleck in der furchtbaren Geschichte des Holocausts. Sie wurden mit ihren Familien ins Konzentrationslager verschleppt oder kamen dort unter unvorstellbaren Bedingungen zur Welt. Nur wenige haben überlebt. Nach ihrer Befreiung kannten manche weder ihren Namen, noch ihr Alter, noch ihre Herkunft. Alwin Meyer hat über Jahrzehnte nach den Kindern von Auschwitz gesucht, mit ihnen gesprochen und ihr Vertrauen gewonnen. Viele erzählten ihm zum ersten Mal vom Lagerleben und von ihrer Kindheit, in der der Tod immer präsent war.

 

Als unser Mitglied Jeyaratnam Caniceus uns im Vorstand auf diese Ausstellung aufmerksam machte und die Möglichkeit, sie in Kempen zu zeigen, haben wir sofort zugesagt. Die Erinnerung an den Holocaust wach zu halten und die Mahnung „Nie wieder!“ immer neu auszusprechen, ist seit vielen Jahren ein wichtiges Anliegen des Kempener Geschichts- und Museumsvereins. Deshalb richten wir seit über 15 Jahren die Gedenkstunde an die Gräuel der Pogromnacht im November 1938 aus. Mit dieser Ausstellung versuchen wir auch Jugendliche und junge Erwachsene mit den Verbrechen der Nazizeit zu konfrontieren und eine Auseinandersetzung über ein anderes Medium als das Schulbuch zu ermöglichen.

Bei der Ausstellungseröffnung am 12. Mai um 12.30 Uhr war Herr Meyer präsent  und hielt einen beeindruckenden Vortrag vor einer großen Zahl von mehr als hundert Besuchern, darunter auch unser Bundestagsabgeordneter Udo Schiefner, Landrat Dr. Andreas Coenen und Bürgermeister Vpolker Rübo.

Von Montag bis Mittwoch nach der Eröffnung hielt Meyer insgesamt sieben Lesungen vor Schülern der weiterführenden Schulen Kempens und dem Berufskolleg Rhein-Maas , sechs davon in Christ König, einen in der Liebfrauenschule. Damit erreichten wir insgedamt ca. 700 Schülrinnen und Schüler.

In den kommenden Wochen bis zum 30. Juni können Schulklassen im Laufe des Schulmorgens die Ausstellung nach Voranmeldung besuchen, Anmeldung unter info@kgmv.org  . Der Eintritt ist frei.

Auch die Öffentlichkeit kann die Ausstellung in dieser Zeit donnerstags bis samstags von 15.30 bis 17.00 Uhr und vor und nach den Gottesdiensten in Christ König besuchen.  Das Buch zur Ausstellung (über 700 seiten stark) ist im Kulturforum Franziskanerkloster erhältlich. Aufgrund einer Spende kann es zum ermäßigten Preis angeboten werden.

Während der Ausstellungsdauer werden am 27. Mai in Kempen weitere Stolpersteine für  Mitglieder der Familien Rath, Winter und Ajakobi verlegt. Sie zeigen, dass die Schrecken, die die Ausstellung zeigt, auch bei uns in Kempen grausame Realität gewesen sind.

 

Öffnungszeiten

Samstag (mit geradem Datum) und jeden Sonntag
vor und nach dem Gottesdienst (18.00/11.30 Uhr).
Ab 23.05. Donnerstag bis Samstag 15.30-17.00 Uhr
Für Schulklassen an jedem Werktag morgens bon 8.00 bis 13.30 Uhr,
vorherige Anmeldung ist jedoch notwendig. info@kgmv.org

Ansprechpartner für das Projekt im
Kempener Geschichts- und Museumsverein:
Dr. Ina Germes-Dohmen 02152/519613
Jeyaratnam Caniceus 0171/3636156

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