Christliche Bildsprache in der Malerei von Jan van Eyck

Bildnis eines Mannes mit blauem Chaperon

Vortrag von Dr. Simone Husemann, Wiesbaden

Im „Herbst des Mittelalters“, an der Schwelle zur Neuzeit, entwickelte sich in den Niederlanden in der bildenden Kunst etwas bahnbrechend Neues: Jan van Eyck(* um 1390 in Maaseik; † 1441 in Brügge), ein Brügger Maler, erfindet das Bild vollkommen neu. Mit feinsten Pinselstrichen konstruiert er, wie auch seine Künstlerkollegen Rogier van der Weyden, Hugo van der Goes und Hans Memling, detaillierte Bildwelten. Seine Arbeit steht auch für eine seit der Antike nicht mehr erreichte Naturbeobachtung und -treue sowie äußerst wirkungsvoll eingesetzte Lichteffekte und Farben. Zudem wurden die im Mittelalter üblichen Goldgründe durch realistische Landschaften als Bildhintergrund ersetzt. Es änderte sich aber nicht nur Maltechnik: Plötzlich hatten die Heiligen ihren Platz nicht mehr nur in den Gotteshäusern, sondern auch in den Wohnstuben der Bürger – wenn auch nur der Wohlhabenden. Hier gab van Eyck einer christlichen Symbolsprache Raum, die bis in die heutige Zeit staunen lässt. Sie dem Publikum des 21. Jahrhunderts  ein wenig entschlüsseln zu helfen, dient dieser Vortrag.

Vortrag in Zusammenarbeit mit der VHS Viersen
Kempen, Franziskanerkloster,Rokokosaal
Eintritt für Nichtmitgliede: 5,00 €
(für Mitglieder kostenlos)

 

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