Tagesfahrt nach Duisburg und Geldern zu Kirchen mit Glasfenstern von Joachim Klos

Klos, St. Barbara
Joachim Klos, Duisburg-Rheinhausen, ehem. Kirche St. Barbara, Fensterwand. Foto: Eva-Maria Willemsen

Wir beginnen in Duisburg-Rheinhausen mit der nach Plänen des Klever Architekten Dr. Toni Hermanns (Kleve) in den Jahren 1961–1963 errichteten und 1964 geweihten Kirche St. Barbara. Sie war einer der ersten Kirchenbauten, bei dem Paraboloidschalen für die Deckenkonstruktion eingesetzt wurden. Joachim Klos war an den schon 1957 einsetzenden Planungen von Anfang an beteiligt und konnte hier u. a. zwei große Glaswände mit expressiver, gestischer Schwarzlotmalerei realisieren. St. Barbara ist seit dem November 2011 profaniert und wurde im Dezember 2015 unter Denkmalschutz gestellt. St. Ludgerus in Aldenrade ist ebenfalls ein architektonisch herausragender Bau, der nach den Plänen des Würzburger Diözesanbaumeister Hans Schädel und des Architekten Friedrich Ebert errichtet und 1962 geweiht wurde. Klos hat für St. Ludgerus ab 1961 bis in die frühen 1970er Jahre Glasfenster, darunter zwei Betonglasfensterwände entworfen. Vor dem Besuch der beiden Gelderner Kirchenbauten St. Nikolaus und St. Martin legen wir eine Mittagspause von 1 ½ Stunden im Restaurant „Zum Mühlenhof“ in Walbeck ein.

Der Fensterzyklus der im späten 15. Jahrhundert errichteten St Nikolauskirche in Geldern-Walbeck bildet einen Meilenstein in der Glasmalerei der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die 24 Glasfenster besitzen eine im Werk Joachim Klos´ neue grafische Grundstruktur aus mehr oder weniger eng parallel gesetzten Bleilinien unterschiedlicher Breite, die in Spannung zu erstmals in der Glasmalerei verwendeten, collageartig zusammengefügten Architekturzitaten tritt. Beides bildet gemeinsam eine fantastische, dem Thema „Himmlisches Jerusalem“ angemessene neue Architektur. Nicht weit entfernt, in Geldern-Veert steht die spätmittelalterliche St. Martinkirche, die 1969–1970 nach Abbruch des nördlichen Seitenschiffes und der Sakristei durch einen Oktogonanbau erweitert wurde. Die beiden Gelderner Architekten Josef Karl Ehren und Robert Hermanns stellten dem Glasgestalter acht raumhohe, in die Stahlträgerkonstruktion eingehängte Fensterflächen zur Verfügung, die Klos mit einem abstrakten, dennoch höchst lebendigen und scheinbar atmenden Kontinuum gebrochener Linien aus Schwarzlotmalerei überzog.

Leitung: Eva -Maria Willemsen
Telefon: 0 21 52 / 51 76 83

Abfahrt: 9.00 Uhr
Rückkehr: ca. 16.00 Uhr

Kosten für Fahrt, Eintritt und Führung:
Mitglieder: 33 €
Nicht-Mitglieder: 36 €

Anmeldeschluss: 12. Oktober

 

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