Gedenkstunde zur Reichspogromnacht

Diese Veranstaltung findet jedes Jahr statt..

Gedenkstunde zur Reichspogromnacht am 9. November
Gedenkstunde an der Umstraße (Foto: Friedhelm Reimann)

Am 10. November 1938 fiel die jüdische Synagoge in Kempen Flammen zum Opfer. Kempener SA-Leute und Polizisten begannen am Morgen dieses Tages mit der sog. „Judenaktion“. Nicht nur die 1848 errichtete Synagoge an der Umstraße wurde zerstört, die Offiziellen durchwühlten, verwüsteten und zerstörten zahlreiche jüdische Häuser und Geschäfte und taten vielen jüdischen Mitbürgern Gewalt an.

Seit 2004 organisiert der Kempener Geschichts- und Museumsverein eine Gedenkstunde gegen das Vergessen, die jährlich am deutschlandweiten Gedenktag, dem 9. November, am Mahnmal für die ehemalige Synagoge auf der Umstraße 15 in Kempen stattfindet.
Dieses Gedenken ist uns als Geschichtsverein besonders wichtig, denn Beschäftigung mit der Geschichte bedeutet auch, sich kritisch nicht nur mit der Vergangenheit, sondern auch mit unserer Gegenwart auseinanderzusetzen.

Zu dieser Gedenkfeier sind alle interessierten, auch Nicht-Kempener Bürgerinnen und Bürger eingeladen.

In diesem Jahr wird ein Kempener zu uns sprechen, der diese Ereignosse nie vergessen hat. Der heute 91 Jahre alte Erich Wüllems  wird uns an diesem Abend an seinen Erinnerungen an die frühen 1930er Jahre und den 10. November 1938 teilhaben lassen. Damals war er  zehn Jahre alt.

 

Gedenkstunde zur Reichspogromnacht
Sa, 09. November 2019, 19:30 Uhr

Kempen, Umstraße 15
Mahnmal für die ehemalige Synagoge (unter freiem Himmel)

Öffentliche Veranstaltung (herzliche Einladung für jedermann!),
der Eintritt ist frei.

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