Halbtagesfahrt nach Velbert-Neviges zur Wallfahrtskirche "St. Maria, Königin des Friedens"

Der Mariendom in Neviges  hat ein spektakuläres Dach Foto: Marienwallfahrt Neviges
Marien-Dom in Neviges Dachlandschaft

Der spektakuläre Stahlbetonbau der auch als „Mariendom“ bezeichneten Wallfahrtskirche wurde in den Jahren 1966–1968 nach Entwürfen des Kölner Architekten und Bildhauers Gottfried Böhm (geb. 1920) errichtet und am 22. Mai 1968 auf den Titel „Maria, Königin des Friedens“ geweiht. Die Kirche erinnert in ihrer kristallinen Form an eine kubistische Großplastik. Ihr skulpturaler Baukörper entspringt der „Auffassung der Architektur als Plastik“ und ermöglicht Assoziationen zu Pilgerzelt, Stadt Gottes und Fels der Kirche.

Der ungewöhnliche Sakralbau gilt als eines der bedeutendsten Beispiele nachkonziliaren Kirchenbaus. Er ist eines der Hauptwerke Gottfried Böhms und zugleich eine „Stil-Ikone“ der modernen Architektur. Auch ein halbes Jahrhundert nach der Fertigstellung ist der „brutale“ (von französisch „brut“ = roh, unbearbeitet) Stil des Betonbaus nicht unumstritten. Der Mariendom ist nach dem Kölner Dom die zweitgrößte Kirche im Erzbistum, in der sich über 6.000 Menschen versammeln können. Auf einer Grundfläche von mehr als 2.000 Quadratmetern erhebt sich eine reine Betonkonstruktion, deren frei tragendes 2.700 Quadratmeter großes Faltwerkdach über einem unregelmäßigen Grundriss (50 m x 37 m) architektonisch einmalig ist. Es hat die Form von drei ineinander geschobenen Betonzelten, von denen die höchste Faltspitze eine Höhe von 34 Metern erreicht, während die giebelförmigen Außenwände 10 bis 22 Meter hoch aufragen. Im Inneren überspannt das Zeltdach einen weiten und hohen Zentralraum, dessen glatte Wände oben in asymmetrischen Giebeln und Schrägen enden oder durch abknickende Flächen in die Decke übergehen. Die Dynamik der Architektur endet in der höchsten Spitze, die sich über dem marktplatzartigen Altarraum in der Mitte erhebt.

Die großen, aus den Betonwänden herausgeschnittenen Glasfenster fertigte die niederrheinische „Glasmalerei Hein Derix“ in Kevelaer nach dem Entwurf des Architekten an. Sie verwenden die Mariensymbole der Lilie und der Rose, nehmen dem Bau etwas von seiner massiven Schwere und tauchen die grauen Betonflächen in farbiges Licht.

Unser Bus kann nach der Fahrt nach Neviges (eine gute Stunde Fahrtzeit) nicht direkt bis zum Mariendom fahren, sondern muss auf den großen Pilgerparkplatz am Schloss Hardenberg parken. Der Fußweg zum Dom dauert aber auch nur wenige Minuten und dabei werden Sie schon einige Lokale für Ihre Mittagspause entdecken.  Der Zugang zur Kirche über den Pilgerplatz ist barrierefrei. Unsere etwas mehr als einstündige Führung mit Kopfhörersystem  beginnt um 11.00 Uhr nach dem Ende der Hl. Messe.  Denn der Dom ist ein lebendiges Wallfahrtszentrum mit regelmäßigen Gottesdiensten, auf die die Architekturinteressierten wie wir natürlich Rücksicht nehmen müssen.

Da wir in der Wallfahrtszeit Neviges besuchen, werden wir sicher nicht die einzige Gruppe sein, die den Dom besucht. 
Nach der Führung ist Gelegenheit zu einem weiteren privaten Rundgang, zum Besuch des Schriftenstandes oder einem Spaziergang auf den Kreuzberg oder den Marienberg (steiler Weg), von dem man aus einen schönen Ausblick auf die ganze Umgebung hat. Auch das Wasserschloss Hardenberg oder der historische Ortskern von Neviges laden zu einem Besuch ein. Natürlich haben Sie auch Gelegenheit in einem der zahlreichen Restaurants und Cafes von Neviges einzukehren.  Gegen 14.00/14.30 werden wir die Rückreise nach Kempen antreten.

Leitung: Dr. Ingeborg Unger
Telefon: 02152 / 51 72 30

Abfahrt: 8.45 Uhr
Rückkehr: ca. 15.30 Uhr

Kosten für Fahrt und Führungen:

für Mitglieder: 20 €
für Nicht-Mitglieder: 23 €

Anmeldeschluss: 22. Juni 2019

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