Römerkastell Haus Bürgel und Rheinstadt Zons

Foto Limes/Haus Bürgel: gemeinfrei, Foto Zons: Markus Nicolini

Haus Bürgel gehört zu den ganz wenigen Kastellen am niedergermanischen Limes, die rechtsrheinisch gelegen sind. Diese Lage hat sich allerdings erst durch eine Rheinverlagerung im Jahr 1374 ergeben, es lag also ursprünglich wie fast alle Kastelle linksrheinisch.

Dieser Bau zählt zu den wenigen römischen Militäranlagen am nieder-germanischen Limes, von denen heute noch aufrechtstehende Baureste erhalten sind. Die meisten römischen Steinbauten wurden in nachantiker Zeit aufgrund der Steinarmut am Niederrhein oft bis zum letzten Quader abgetragen und einer neuen Verwendung zugeführt.

Der römische Name des Kleinkastells, aus dem sich Haus Bürgel entwickelte, ist mangels genauerer Informationen aus der Antike nicht bekannt. Der heutige Name leitet sich von „Burg“ ab.

Erbaut wurde das Kastell in der Spätantike, wahrscheinlich in der Regierungszeit von Kaiser Konstantin I (306–337 n. Chr.), wie Münzfunde vermuten lassen. Die Maße des Baus betrugen 64 m × 64 Meter, die Mauern waren bis zu 2,30 Meter stark. Es hatte zwölf Türme, vier Eck- und acht Rundtürme und war von einem Doppelgraben umgeben.

Am 27. Juli 2021 wurde Haus Bürgel auf der 44. UNESCO-Komiteesitzung im chinesischen Fuzhou als Weltkulturerbe (als Teil des niedergermanischen Limes) ausgezeichnet.

Wir haben im ehemaligen Römerkastell zwei Führungen à 90 Minuten gebucht, die Sie besonders genießen können, wenn Sie am 31. Mai den einführenden Vortrag unseres Mitglieds Dr. Bruno Wirth zum niedergermanischen Limes gehört haben.

Die Stadt Zons ist nur gute zwei Kilometer Luftlinie von Haus Bürgel entfernt, der Bus bringt uns bis zur Fähre Zons-Urdenbach, mit der wir auf die andere Rheinseite gelangen. In Zons werden wir gegen 13.15 Uhr sein, dort haben Sie zunächst Zeit für eine ausgedehnte Mittagspause mit Mittagessen oder Spaziergang, ob direkt am Rhein im Fährhaus oder in der Altstadt bleibt ganz Ihnen überlassen. Um 15.30 Uhr nehmen uns dann zwei Gästeführer mit durch die schöne Altstadt von Zons.
Zons ist wie Kempen eine kurkölnische Stadt gewesen, allerdings etwas jünger als Kempen. Die Stadterhebung geschah 1373. Im gleichen Jahr begann man mit dem Bau der Zollfeste für den Rheinzoll des Kölner Erzbischofs, die Burg trägt den schönen Namen Friedestrom. Wie in Kempen war es mit dem Burgbau alleine nicht getan, auch eine Stadtbefestigung mit Mauern und Gräben musste zur Sicherung der Stadt errichtet werden. Anders als in Kempen ist sie rechteckig bis trapezfömrig, mehrere Türme sind erhalten.  Zons mit seinen wehrhaften Mauern hat Brände, Kriege, Hochwasser und die Pest überdauert, manches wurde zerstört, vieles neu aufgebaut, und doch hat sich die Stadt ihren Charme bewahrt. Wer nach Zons kommt, kann Mittelalter live erleben, schreibt die Stadt auf ihrer Homepage.  Sie werden es erleben. Gegen 17.15 Uhr wartet unser Bus wieder auf uns, nach einer guten Stunde Fahrtzeit werden wir gegen 18.15 Uhr in Kempen sein.

 

Römerkastell Haus Bürgel und Rheinstadt Zons
Sa, 13. Juni 2026, 09:15–18:15 Uhr

Leitung: Dr. Bruno Wirth und
Dr. Ina Germes-Dohmen
Tel. 0172 7758259

Abfahrt: 9.15 Uhr
Fährfahrt nach Zons: gegen 12.45 Uhr
Ankunft in Kempen: ca. 18.15 Uhr

Maximale Teilnehmerzahl: 40

Preis für Bsfahrt, Eintritt, Führungen und Fährfahrt
für Mitglieder: 40 €
für Nicht-Mitglieder: 44 €

Anmeldung: Schreibwaren Beckers

Anmeldeschluss: 5. Juni

Änderungen vorbehalten!

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